CBD für Sportler: Hanfpflanze selber anbauen?

CBD wird viele positive Eigenschaften zugeschrieben, die auch für Sportler interessant sind. Der Stoff aus der Hanfpflanze soll unter anderem entzündungshemmend, krampflösend und stresslindernd wirken. Gerade für die Regeneration nach einem Training könnte CBD deshalb eine wertvolle Unterstützung sein.

Auf dem Markt gibt es zahlreiche verschiedene Produkte mit CBD, doch wer mag, kann mittlerweile auch einfach selbst CBD-reichen Hanf anpflanzen. Wenn du dich dafür interessierst, deine Regeneration mit CBD aus eigenem Anbau zu fördern, dann ist dieser Beitrag der richtige für dich.

1. Warum du Zeit für Regeneration unbedingt fest einplanen solltest

Wenn du dich schon mal mit effektivem Training auseinandersetzt hast, weißt du sicherlich, dass Regeneration dabei genauso wichtig ist, wie die körperliche Aktivität selbst.

Denn wenn du hart trainierst, verlangst du deinem Körper einiges ab: Die Energiespeicher werden verbraucht und auch dein Nervensystem ist gefordert, denn Training ist letztlich Stress.

Außerdem kommt es zu Mikroverletzungen in den Muskeln, die dein Körper anschließend erst einmal reparieren muss. Gibst du ihm dafür die Zeit, werden deine Muskeln widerstandsfähiger als zuvor.

Durch gezielte Erholung nach einer Trainingsbelastung kann deine Leistungsfähigkeit generell über das ursprüngliche Niveau hinaus gesteigert werden. Hier spricht man auch vom Prinzip der Superkompensation.

Trainierst du jedoch zu schnell zu stark weiter, kann es zu einer Überlastung kommen, die zu einem höheren Verletzungsrisiko, Leistungseinbrüchen und Erschöpfung führt.

Es ist also viel sinnvoller, etwas Zeit zwischen intensiven Trainingssessions einzuplanen, in der dein Körper sich regenerieren kann. Ein bis drei Tage Pause sind meist angemessen, bevor du das nächste Training angehst.

2. Wie CBD bei der Regeneration helfen kann

Eines vorweg: CBD ist nicht dazu geeignet, Regenerationsphasen deutlich zu verkürzen! Außerdem ist die aktuelle Studienlage noch zu dünn, um Wirkungen abschließend belegen zu können. Dennoch gibt es starke Hinweise darauf, dass CBD entzündungshemmende Eigenschaften hat.

Theoretisch könnte das dazu beitragen, dass sich entzündungsbedingte Beschwerden nach intensiven Trainingseinheiten schneller beruhigen. Zudem wird CBD häufig mit einer möglichen Modulation des Schmerzempfindens in Verbindung gebracht.

Es beeinflusst Rezeptoren, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind. Sportler berichten davon, dass sie Muskelkater als weniger schmerzhaft wahrnehmen, wenn sie CBD einnehmen und die Erholungsphase insgesamt angenehmer ist.

Bekannt ist CBD außerdem für seine beruhigende Wirkung, die ebenfalls für Sportler von Vorteil sein kann. Denn intensives Training ist nicht nur körperlich, sondern auch mental fordernd. Wettkämpfe, Leistungsdruck und hohe Trainingsumfänge erhöhen den Stresspegel.

CBD kann möglicherweise zu mehr innerer Ruhe verhelfen und das subjektive Stressempfinden reduzieren. Dieser Effekt kann sich auch positiv auf die Schlafqualität auswirken und wir alle wissen: Schlaf ist einer der wichtigsten Leistungsfaktoren im Sport.

CBD ist also nicht DER Gamechanger, als der er manchmal dargestellt wird und noch wissen wir gar nicht genug über den Stoff, um eine Wirkung eindeutig beweisen zu können. Trotzdem sind viele Anwender begeistert.

02 CBD Pflanze für Sportler - ©www.canva.com

3. Wie kann man CBD einnehmen?

Die Einnahme von CBD ist in Form von Öl oder Kapseln ganz einfach. Für die äußere Anwendung gibt es spezielle Salben oder Cremes mit CBD. Aber vielleicht bevorzugst du es etwas authentischer? CBD ist ein Bestandteil der Hanfpflanze und diese wird auf Grund ihrer Wirkung seit Tausenden von Jahren typischerweise geraucht. Allerdings ist Rauchen bekanntermaßen ungesund und kann die Lunge schädigen, was für viele Sportler verständlicherweise nicht in Frage kommt. Eine sanftere Alternative ist das Vapen. Dabei wird das Pflanzenmaterial oder ein Extrakt erhitzt, ohne dass es zu einem klassischen Verbrennungsprozess kommt. Dadurch entstehen in der Regel deutlich weniger schädliche Verbrennungsprodukte als beim Rauchen und die Atemwege werden weniger belastet. Die getrockneten Blüten kannst du außerdem als Tee oder in Edibles wie Brownies zu dir nehmen.

4. Warum manche Sportler lieber selbst Hanf anbauen

Auch wenn man mittlerweile die verschiedensten CBD-Produkte unkompliziert kaufen kann, greifen einige Menschen lieber auf ihren eigenen grünen Daumen zurück. Der Hintergrund ist relativ einfach: Wenn du deinen Hanf selbst anbaust, weißt du genau, wo die Pflanze herkommt und wie sie kultiviert wurde. Dadurch lassen sich einige Probleme vermeiden, die bei manchen kommerziellen Produkten auftreten können. Dazu gehören zum Beispiel unnötige Zusatzstoffe, unklare Herkunft oder mögliche Rückstände von Pestiziden. Sportler legen meist großen Wert auf Kontrolle über ihre Ernährung und Supplemente. Sie achten auf Herkunft, Inhaltsstoffe und Qualität. Beim Thema CBD ist das nicht anders und die größte Transparenz erreicht man nun mal, wenn man die Pflanze selbst anbaut. Geeignete Stecklinge und benötigtes Zubehör bekommst du beim Fachhändler. Achte darauf, dass der THC-Gehalt so gering wie möglich ist, denn du möchtest ja nicht bekifft werden. Die Sorte CBD St. Gallen hat zum Beispiel unter einem Prozent THC, aber zwischen sieben und zehn Prozent CBD und ist für Sportler deshalb eine gute Wahl.

5. Ist all das überhaupt legal?

Seit 2018 steht CBD nicht mehr auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur, kann also auch von Sportlern legal verwendet werden. Allerdings musst du darauf achten, dass du nicht versehentlich auch THC in relevanten Mengen zu dir nimmst. Denn dieser berauschende Stoff der Hanfpflanze ist nach wie vor im Wettkampf verboten. Der 2013 festgelegte Grenzwert von 150 ng/ml im Urin darf nicht überschritten werden, damit die Dopingprobe als negativ gilt. Dieser ist jedoch ziemlich hoch angesetzt, sodass bei einer Überschreitung von einem chronischen oder sehr kurz zurückliegenden Konsum ausgegangen werden kann. Und was den Anbau betrifft: Seit der Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 ist der Eigenanbau in Deutschland tatsächlich erlaubt. Erwachsene dürfen privat bis zu drei Pflanzen anbauen, allerdings nur für den eigenen Gebrauch. Die Pflanzen müssen dabei vor dem Zugriff durch Minderjährige geschützt sein und dürfen nicht öffentlich sichtbar stehen.

6. Fazit

Wenn dein Interesse geweckt ist, kann du ja einfach mal ausprobieren, ob CBD dir guttut und deine Regeneration unterstützen kann. Falls du irgendwelche Erkrankungen hast oder Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst, solltest du vorher sicherstellen, dass aus medizinischer Sicht nichts dagegenspricht und Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. Grundsätzlich gilt CBD als gut verträglich und nebenwirkungsarm. Dennoch solltest du mit einer kleinen Dosis beginnen und diese nach und nach bei Bedarf steigern. Wichtig ist außerdem, dass du auf seriöse Anbieter achtest, egal ob du ein CBD Öl, ein anderes CBD Produkt oder einen Setzling für den Eigenanbau kaufst.

Über den Autor

Diesen Beitrag hat Allround Athletics Gründer und Trainingsexperte Dominic Zimmermann (Coach Zimo) für dich verfasst. Erfahre jetzt mehr über Coach Zimo, oder stöbere durch seine persönliche Webseite.

Dominic Zimmermann (Coach Zimo)

Dominic Zimmermann (Coach Zimo)

Sportwissenschaftler, Trainer, Autor, Gründer - Allround Athletics

Nach seinem Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule Köln arbeitete Zimo als Personal Trainer und in verschiedenen Online Redaktionen bekannter food und fitness Startups, so wie als Dozent für die Deutsche Sportakademie.

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