Saftkur Erfahrung – Der Selbstversuch unserer Expertin Maya

Juice Cleanse oder auch die gute alte Saftkur soll helfen, den Körper zu entgiften. Unsere Expertin Maya hat es selbst ausprobiert. Ihre Saftkur Erfahrungen teilt sie hier mit dir.

1. Was genau versteht man unter einer Saftkur?

Bei einer Saftkur (oder „Juice Cleanse“) nimmt man zwischen einem und sieben Tage lang ausschließlich Frucht- und Gemüsesäfte zu sich. Die Säfte stecken voller wertvoller Nährstoffe und Vitamine, da sie zu 100 % natürlich, gluten-, laktosefrei und kaltgepresst sind.

Der Körper kann während der Saftkur entgiften, statt sich ständig mit der Verdauung zu beschäftigen. Denn im Gegensatz zu Smoothies beinhalten die Säfte keine Ballaststoffe und Pflanzenfasern, welche der Darm verarbeiten muss.

Während der Saftkur fühle ich nicht nur schlanker sondern auch stärker und voller Energie, obwohl keine Nahrung zugeführt wird. Auf Kaffee und Nikotin sollte bestenfalls während der Kur verzichtet werden, um einen noch besseren Detox-Effekt zu erreichen.

2. Was genau hast du dir davon erhofft?

Mein größter Wunsch war es damals meine unreine Haut und meinen Schlaf in den Griff zu bekommen bzw. zu verbessern. Außerdem liebe ich es meine Willenskraft regelmäßig zu fordern und zu stärken.

Saftkur Erfahrung

 3. Welchen Effekt hast du dabei gespürt?

Ich ernähre mich grundsätzlich schon ziemlich gesund (würde ich behaupten). Auf meinem Speiseplan stehen hauptsächlich naturbelassene und pflanzliche Lebensmittel – okay hin und wieder nasche ich auch mal etwas, aber das hält sich wirklich in Grenzen. 

Durch meine sowieso schon sehr cleane Ernährung hatte ich zum Glück nicht mit Entzugserscheinungen durch Zuckerentzug zu kämpfen – auch der Kaffeeentzug war komischerweise kein Problem.

Normalerweise neige ich häufig zu Kopfschmerzen und leider auch zu Migräne, aber während meiner Juice Cleanse bin ich bis jetzt immer verschont geblieben.

Ich habe bereits nach dem ersten Tag bzw. der ersten Nacht gemerkt wie unglaublich gut ich geschlafen habe.

Ich war zu einer normalen Uhrzeit müde und bin nicht wie damals üblich bis 1 oder 2 Uhr morgens wach geblieben. Ich bin super erholt und voller Energie aufgewacht und auch mein Training hat nicht unter dem Entzug von fester Nahrung gelitten. Ich hätte Bäume ausreißen können und mein Fokus war zu 100% da.

Unangenehm war nur der zweite Tag, da ich durch das Ausbleiben von fester Nahrung zum Frieren tendiert habe. Normalerweise ist mir eigentlich immer eher warm und deshalb war ich zu dünn angezogen (worauf man sich natürlich im Nachhinein einstellen kann, wenn man es weiß).

Meine erste Saftkur habe ich 3 Tage lang gemacht. Am dritten Tag hatte ich frei und dachte ich könnte mir immer einen Saft machen, wenn ich Bedarf habe – Pustekuchen!

Ich war so viel unterwegs an dem Tag und habe viel zu wenig Saft zu mir genommen, so dass ich zum ersten Mal wirklich Hunger hatte und überlegt habe etwas zu essen. Ich habe den ganzen Tag auch schon daran gedacht was ich am nächsten Tag als erstes Essen werde und irgendwie kam so immer mehr Appetit auf – auch ein Anfängerfehler!

Meine Haut hat sich tatsächlich nur etwas verbessert, aber im Nachhinein habe ich etwas anderes gefunden das mir hierbei enorm geholfen hat und jetzt weiß ich auch wieso drei Tage nicht ausgereicht haben, um hier Wunder zu bewirken. Das ist aber ein anderes Thema. Ein wirklich netter und positiver Nebeneffekt ist natürlich wie sich der Körper verändert.

Meine Bauchmuskeln waren so extrem sichtbar und dadurch, dass ich meine Muskeln während des Trainings jeden Tag weiter gefordert habe, habe ich auch keinen Muskelverlust feststellen können durch den Verzicht von fester Nahrung. Viele haben nämlich Sorge an Muskula­tur abzubauen, da kein Protein zugeführt wird.

Saftkur Erfahrung

 4. Wie lange sollte eine Saftkur durchgeführt werden?

Wenn man sich dazu entschließt zum ersten Mal eine Saftkur auszuprobieren, würde ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, dass drei Tage vorerst mehr als genug sind. Mittlerweile habe ich auch schon fünf Tage ausprobiert und baue gerne auch mal jede Woche auch nur einen Safttag ein. Schau wie du dich fühlst und hör auf deinen Körper.

 5. Welche Säfte darf oder sollte man während der Juice Cleanse trinken?

Von dürfen möchte ich hier gar nicht sprechen. Ich würde eher empfehlen, dass du versuchst dir Säfte zuzubereiten, die einen größeren Anteil an Gemüse als Obst beinhalten. Die richtige Power und das gute Gefühl kommen einfach durch das Gemüse.

Der Fruchtzucker ist natürlich nicht böse, aber wir wollen ihn in Maßen zu uns nehmen. Ich persönlich nehme gerne 80% Gemüse und 20% Obst. Vielen ist der Geschmack von dem Anteil an Gemüse aber noch zu intensiv, daher kann man auch erst mal mit 60% Gemüse und 40% Obst starten und sich ran tasten.

Bitte aber keine fertigen Säfte aus dem Supermarkt kaufen, da diese pasteurisiert werden (zur längeren Haltbarmachung auf mindestens 60 °C erhitzt) und diesen Prozess überleben viele der gesunden Inhaltsstoffe, leider nicht.

Ebenso würde ich keine fertigen Saftkuren im Internet bestellen. Ich kann es verstehen, dass man es sich bequemer machen möchte, aber erstens zahlt man hier viel zu viel und zweitens ist es langfristig sinnvoller sich auch mal ein bisschen mit den Lebensmitteln beschäftigen, die man zu sich nimmt und selbst experimentieren was für Kombinationen einem gut schmecken.

 6. Gibt es etwas bei der Zubereitung zu beachten?

Tatsächlich ja! Viele Vitamine sind nämlich fettlöslich und können erst in Kombination mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Das heißt jetzt konkret?! Einfach ein paar wenige Tropfen hochwertiges Öl in den Saft geben (Leinöl, Olivenöl, Weizenkeimöl etc.).

Solltest du keinen Entsafter haben, kannst du auch einen Standmixer oder einen Pürierstab nehmen und die Flüssigkeit anschließend sieben, so dass du tatsächlich nur den reinen Saft hast. Außerdem ist es noch effektiver, wenn man auf Bio-Qualität beim Obst und Gemüse achtet.

 7. Wie viele Säfte trinkst du so am Tag?

Über den Tag verteilt empfiehlt es sich sechs Säfte à 500 ml im Abstand von ca. zwei Stunden zu trinken. Hier sind aber keine Grenzen gesetzt.

Ich bin Fan davon lieber etwas zu viel Saft vorbereitet zu haben als zu wenig. Ich persönlich verdünne mir meine Säfte immer mit etwas Wasser. Am Ende des Interviews gebe ich einen Einblick in einen „Safttag“ von mir.

Saftkur Erfahrung

8. Gab es auch mal Probleme während deiner Saftkur?

Mir ging es bisher immer sehr gut während meiner Saftkuren. Mein Körper fühlt sich gut versorgt und stark an. Das bisschen frieren bekomme ich mit dickerer Kleidung sofort in den Griff. Und wenn man sein Mindset darauf einstellt und gut vorbereitet ist, dann hat man auch keinen Hunger.

Ansonsten sollte man generell noch darauf achten nach der Kur nicht direkt üppig zu essen, sondern erst mit gedünstetem Gemüse oder einer Suppe zu starten. Außerdem sollte man schon ein paar Tage vor Beginn der Juice Cleanse darauf achten tierisches Eiweiß wegzulassen, da dieses zu lange im Verdauungstrakt verarbeitet werden muss.

9. Wem würdest du die Saftkur empfehlen?

Menschen, die von ihrer ungesunden Ernährung weg wollen und einen Kickstart brauchen, um dies zu schaffen. Menschen, die gerne an ihrer Willenskraft arbeiten wollen. Menschen, die einfach mal ihren Körper entlasten möchten und ihm was gutes tun wollen. Menschen, die sehr stark übergewichtig sind (auch wenn es primär nicht ums abnehmen bei der Saftkur geht).

10. Gibt es auch Menschen, denen du von so einer Saftkur abraten würdest?

Ja, auf jeden Fall. Menschen, die stark untergewichtig/magersüchtig sind und Menschen, die bestimmte Medikamente mit Nahrung zusammen einnehmen müssen, sollten auf eine Saftkur verzichten.

11. Was ist dein Fazit?

Die Juice Cleanse ist wirklich eine tolle Sache und ich bin froh, dass ich damals darauf gestoßen bin und die Saftkur ausprobiert habe. So gut wie jeden Tag gibt es bei mir seitdem einen frischen Saft und ich liebe es.

Ich bin ein Mensch, der sich sehr für Dinge begeistern kann und es feiere meinem Körper etwas Gutes zu tun.

Wenn ich ganze Zeit während der Saftkur darüber nachdenken würde, was ich jetzt alles nicht essen kann und wie schrecklich es ist etc., dann wird es einem schwer fallen sich gut zu fühlen und es durchzuhalten. Wenn man aber mit einer positiven Einstellung an die Sache herangeht, dann wird es einem super gehen.

Es ist, wie bei den meisten Dingen im Leben alles eine Frage der Einstellung.

12. Auf einer Skala von unnötig (0) bis super hilfreich (10), wie viele Punkte bekommt die Juice Cleanse von dir?

Für mich eine ganz klare 10! Sowohl gesundheitlich und mental ist die Kur für mich absolut fantastisch und bringt viele Benefits mit sich. Es tut unglaublich gut seinem Körper und somit sich selbst etwas Gutes zu tun.

Hin und wieder muss der Darm entlastet werden und im Gegensatz zum Heilfasten bekommt er hier noch viele tolle Vitamine und Nährstoffe geliefert.

13. Ein Safttag von mir

  • Nach dem Aufstehen trinke ich zunächst 500ml warmes Wasser, nehme meine Nahrungsergänzungsmittel zu mir (Vitamin D3-K2-O3 und „Mineral Complete“) und mache anschließend Sport.
  • Danach wird z.B. 500ml Selleriesaft getrunken.
  • Nach ca. 2 Stunden nehme ich gerne 500ml Rote-Bete-Saft zu mir (vor allem während der Menstruation sehr empfehlenswert, da Rote Bete blutbildend ist).
  • Zwischendurch trinke ich immer mal wieder ein Glas warmes Wasser oder Kräutertee.
  • Wieder ca. 2 Stunden später trinke ich gerne einen Karotten-Apfel-Ingwer-Saft (auch ca. 500ml).
  • Nach weiteren 2 Stunden landet dann noch ein Spinat-Orangensaft in meinem Körper (auch wieder ca. 500ml).
  • Während der Safttage meditiere ich gerne und mache Yoga, deshalb wird dies auch noch in den Tag eingebaut.
  • Anschließend gönne ich mir dann noch einen Rotkohlsaft kurz vorm Schlafengehen.

Wer sich noch mehr Einblicke wünscht, kann sich gerne auf Instagram meine Storyhighlights „Juice Cleanse“ ansehen. Dort habe ich meine Erfahrungen festgehalten.

Außerdem starte ich am 25. Januar 2021 wieder eine fünftägige Juice Cleanse. Wenn Du Interesse hast, dann schließe Dich gerne an!

Maya ist bei Allround Athletics unsere Expertin für Training, Ernährung und Lady-Topics. Sie ist Personal Trainerin im Raum Köln und Düsseldorf und hat Fitnessökonomie an der Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheit studiert.

Für eine persönliche Beratung erreichst du sie auf Instagram unter maya.papaya92 oder per E-Mail unter malu-personaltraining[at]gmx.de.

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