Experteninterview mit Allround Athletics Gründer Dominic Zimmermann

In diesem Beitrag verrät dir Allround Athletics Gründer Dominic Zimmermann alles über seine Sicht zu den Themen Training, Ernährung und Motivation und gibt dir zum Schluss noch so seine 3 wichtigsten Hacks mit auf den Weg.

1. Was war die erste Sportart, die du ausgeübt hast und wie hat dich diese geprägt?

Mit 5 Jahren hat mich mein Vater zum ersten Mal zum Ringen gebracht. Ich war ein ziemliches Sensibelchen. Das Training machte mir zwar Spaß, aber die harte und schroffe Art des Trainers war mir sehr unangenehm. Als mich eines Tages die Co-Trainerin hart am Art zur Seite riss, weil ich einen Griff falsch ausübte, hatte ich keine Lust mehr.

In den nächsten Jahren probierte ich viele verschiedene Sportarten aus. Fußball, Basketball, Schwimmen, Turnen, Badminton und HapKiDo. Im Alter von 10 Jahren brauchte mein Vater mich dann aber erneut zum Ringen. Der Trainer hatte gewechselt und jetzt machte mir das Training und das drum herum wirklich Spaß.

Ich betrieb den Sport 10 Jahre lang als Leistungssport mit regelmäßigen Turnieren und Liga-Kämpfen bis in die Verbandsliga. Ich würde sagen, dass mich dieser Sport bis heute am meisten geprägt hat.

Die Vielseitigkeit, wie man seinen Körper bei Kampfsportarten trainiert, habe ich bis heute nicht in anderen Sportarten kennengelernt. Du musst es immer schaffen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und deine Skills gleichmäßig zu verbessern und überall auf ein überdurchschnittliches Niveau zu bringen.

Gleichzeitig gefiel mir das Drumherum, dass man in einem Sportverein einfach eine feste Gemeinschaft und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entwickelt. Das passiert in einem normalen Fitnessstudio einfach nicht.

2. Es gibt viele Möglichkeiten zu trainieren. Wie trainierst du am liebsten?

Durch meinen sportlichen Hintergrund habe ich bereits in jungen Jahren gelernt, wie effektiv man seinen Körper mit dem eigenen Körpergewicht trainieren kann. Das mache ich bis heute am liebsten. Ich mag es auch mit Gewichten zu trainieren. Aber ein ausgiebiges HIIT Workout macht mir einfach am meisten Spaß.

Es ist einfach ein geiles Gefühl zu sehen, wie man mehr Wiederholungen schafft oder das komplette Workout in kürzerer Zeit absolviert. Wie man plötzlich ganz neue und anspruchsvollere Übungen hinbekommt. Wie man höher springen, schneller sprinten, länger laufen kann oder einfach beweglicher wird.

3. Kommt es auch mal vor, dass du nicht motiviert bist zum Training zu gehen?

Auf jeden Fall. Das passiert sogar häufiger, als man denkt. Ich würde sagen, dass ich sogar relativ häufig Tage habe, an denen ich eigentlich gar keine Lust habe zu trainieren. Was ich dann mache ist folgendes:

Ich mache mir nur 2 Dinge bewusst. Erstens, dass ich mich nach dem Training immer besser fühle als vorher. Nach einem Workout fühle ich mich im besten Fall viel aktiver und Energiegeladener als vor dem Training.

Im schlechtesten Fall fühle ich mich danach einfach nur ausgepowert und erschöpft, aber gleichzeitig auch vollkommen entspannt und kann danach guten Gewissens chillen.

Zweitens habe ich natürlich ein festes Ziel. Dieses Ziel ist ein besserer Athlet zu werden und mich immer weiterzuentwickeln. Wenn ich jedes Mal zuhause bleibe, weil ich gerade nicht zu 100% motiviert bin, werde ich natürlich nicht vorankommen.

Zeigt den Gründer von Allround Athletics

4. Welche Rolle spielt die Ernährung für dich und dein Training?

Ernährung ist für mich wichtig. Aber ich bin da nicht dogmatisch. Mit der richtigen Ernährung kannst du deinen Trainingseffekt extrem voranbringen. Meine Ernährung unterstützt mich, um genug Energie beim Training und in meinem Alltag zu haben, Muskelwachstum voranzutreiben und meinem Körper die Möglichkeit zu geben sich nach dem Training wieder zu erholen.

5. Und wie sieht für dich die optimale Ernährung aus?

Die optimale Ernährung ist meiner Meinung nach individuell unterschiedlich. Ausgewogen und flexibel sind für mich die wichtigsten Begriffe. Jeder Mensch, jeder Körper ist unterschiedlich, nimmt Nährstoffe unterschiedlich gut auf und speichert diese unterschiedlich gut.

Ernährung muss genauso wie das Training Spaß machen, um motiviert und dran zu bleiben. Sonst endet es, wie bei den meisten Diäten in einem ständigen Auf und Ab mit sehr viel Frustration. Deswegen bin ich auch ein Fan davon die Ernährung Schrittweise umzustellen und gesunde Essgewohnheiten einzuführen, statt schlagartig alles auf einmal umzustellen.

6. Wie gehst du mit Rückschlägen um?

Rückschläge gehören dazu. Sie sind fester Bestandteil auf dem Weg zum Erfolg. Ob es mal ein Tag ist an dem du dich einfach nicht aufraffen konntest. Du im Training längere Zeit stagnierst. Eine bestimmte Trainingsform einfach nicht für dich funktioniert. Oder ob dich eine Verletzung aus der Bahn wirft.

Das alles ist ganz normal. Es ist schon 1000en vor dir passiert und wird mindestens genauso vielen wieder passieren. Annehmen, akzeptieren und neue Wege finden. Wieder. Wieder und wieder.

Ich liebe ja das Zitat aus Rocky Balboa:

„Ich werde dir jetzt was sagen, dass du schon längst weißt: Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort. Und es ist mir egal wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt.

Du und ich, und auch sonst keiner, kann so hart zuschlagen wie das Leben. Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann, es zählt bloß, wie viele Schläge er einstecken kann und ob er trotzdem weiter macht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Nur so gewinnt man!

Wenn du weißt was du wert bist, dann geh hin und hol es dir – aber nur wenn du bereit bist, die Schläge einzustecken! Zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag du bist nicht da wo du hinwolltest wegen ihm oder wegen ihr oder sonst jemanden! Schwächlinge tun das – UND DAS BIST DU NICHT.“

7. Welche Rolle spielt Abwechslung in deinem Training?

Abwechslung ist für mich sehr wichtig. Wie du am Anfang schon gesehen hast, habe ich viele Sportarten ausprobiert. Das hat sich auch später nicht geändert, selbst als ich Leistungssport betrieben habe, habe ich noch neue Sportarten ausprobiert und dann später in meinem Sportstudium sowieso.

Im Training wechsle ich regelmäßig meine Übungen aus. Setze mir neue Ziele, Challenges und probiere etwas ganz Neues aus.

8. Hast du bestimmte Routinen, die dir helfen Training und Ernährung in deinen Tag zu integrieren oder einfach produktiv zu bleiben?

Ich glaube feste Routinen helfen dir Dinge ohne großen mentalen Energieaufwand zu betreiben. Ich habe vor allem meine Morgenroutine bei der ich besonderen Wert auf meine Psychohygiene und später um meine Ernährung lege.

Ich stehe in der Regel gegen kurz nach 6 auf. Dann meditiere ich 3 Minuten und lese etwa 30 Minuten. Danach frühstücke ich, trinke einen Ingwertee und nehme meine Daily Supplements. Auf mein Smartphone gucke ich erst ab 7.00 Uhr.

Wenn ich Abends nachhause komme nehme ich mir meistens erstmal eine halbe Stunde um runterzukommen. Danach erledige ich in der Regel ein paar Dinge und gehe dann gegen 19.00 Uhr zum Sport. Ab 22.00 Uhr schaue ich nicht mehr auf mein Smartphone.

9. Wie kam es dazu, dass du Coach geworden bist?

Das hat sich irgendwie während meines Studiums so entwickelt. Wenn du Sport studierst und dein Leben lang trainierst, kommen immer wieder Freunde und Familienmitglieder zu dir und fragen dich nach Tipps.

Mir hat es immer Freude gemacht Menschen zu helfen. Während meines Studiums bin ich dann mal für ein paar Wochen in den Kreis einer Networkmarketing-Gruppe gezogen worden. Ich habe zum Glück sehr schnell gemerkt, dass dieses System nichts für mich ist.

Aber in dieser Zeit habe ich Coaching zum ersten Mal von einer systematischeren Seite kennengelernt. Auch wenn es aus heutiger Sicht immer noch alles andere als professionell ablief, war das damals ein Auslöser mit dem Personal Coaching im Bereich Training, Ernährung und Mindset auf einer neuen Ebene zu starten.

10. Und wie läuft so ein Personal Coaching mit dir ab?

Im Coaching geht es für mich nicht darum jemandem Ratschläge zu geben. Sondern den Menschen dabei zu helfen sich selbst zu helfen. Ich glaube, dass das am nachhaltigsten ist und langfristig erfolgreichsten ist, weil sich Teilnehmer dann wirklich intrinsisch mit den Dingen auseinandersetzen.

Alles beginnt mit einem kostenlosen Erstgespräch. Man lernt sich kennen und findet heraus, ob man wirklich zusammenpasst. Ich glaube Coach und Klient sollten sich auch sympathisch sein. Wenn es passt, werden Ziele ausgearbeitet und definiert. Zwischendurch werden immer wieder Soll- und Istzustand verglichen, um zu sehen, ob man auf dem richtigen Weg ist oder ob man das Coaching nochmal umstellen sollte.

11. Was ist dein Nummer 1 Trainingshack für Anfänger?

Nimm dir für den Anfang kleine Ziele vor. Besser du trainierst für den Anfang 3×20 Minuten und ziehst es durch, als 3×1 Stunde für 2 Wochen. Das Training sollte anspruchsvoll sein, aber dich am Anfang auch nicht überfordern.

Und mache am Anfang erstmal die gleichen Übungen, so merkst du bei jedem Training schon einen kleinen Trainingserfolg.

12. Was ist dein Nummer 1 Ernährungshack für Anfänger?

Ich habe es oben ja schon gesagt. Statt mit einer strengen Diät zu beginnen, stelle lieber deine Ernährung Schrittweise und langfristig um.

13. Was ist dein Nummer 1 Erholungshack?

Ein heißes Bad.

14. Was ist dein Nummer 1 Motivationshack?

Mach dir deine Ziele bewusst und sei dir darüber im Klaren, dass der Trainingserfolg 100% kommt, wenn du dran bleibst und dich kontinuierlich steigerst. Du kannst es nicht verkacken.

15. Gibt es etwas, was du unseren Lesern sonst noch mit auf den Weg geben möchtest?

Ich glaube, dass in jedem Menschen ein Athlet steckt, der nur geweckt werden muss. Durch Workouts die spaß machen, eine starke Community mit weltoffenen Menschen und einer Portion Challenge kann es jeder schaffen diesen Athleten in sich zu wecken.

Und so einen gesunden, schlanken und fitten Körper und Geist erschaffen.

Wir sind Lebewesen, die sich bewegen müssen. Das verrückte ist, dass der Körper sich einerseits nicht bewegt, um Energie zu sparen. Aber auf der anderen Seite dadurch auch eigene Energie verliert. Um Energiegeladen zu sein, braucht der Körper Bewegung und muss seine Energie immer wieder verbrauchen. So vergrößern sich die Energiespeicher und du wirst insgesamt immer aktiver und Energievoller.

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